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Ein HIV-Antikörper-Test (HIV-AK-Test,
häufig einfach "Aids-Test" genannt) sollte immer dann erwogen werden,
wenn ein Risiko für eine HIV-Ansteckung gegeben war.
Sie können sich mit allen Fragen an Aids-Beratungsstellen, Aids-Hilfen oder Gesundheitsämter wenden. Das Gespräch ist vertraulich und anonym. Sie brauchen keinerlei Angaben zu Ihrer Person zu machen. Selbstverständlich können Sie sich auch bei einem Arzt Ihres Vertrauens beraten lassen.
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| Bedeutung des HIV-Antikörper-Tests | ||
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Der HIV-Test kann erst 12 Wochen
nach einer Risikosituation zuverlässig Auskunft geben, ob eine Ansteckung
erfolgt ist oder nicht. Das liegt daran, dass das fälschlicherweise
oft "Aids-Test" genannte Testverfahren nicht das HI-Virus im Blut misst.
Nur die vom Körper innerhalb von etwa drei Monaten entwickelten spezifischen
Abwehrstoffe gegen das Virus (Antikörper) werden nachgewiesen. Ein "positives"
Testergebnis bedeutet, dass HIV-Antikörper
nachweisbar sind, also eine Infektion mit dem HI-Virus erfolgte.
Ein HIV-infizierter Mensch trägt das Virus lebenslang in sich und
kann andere Menschen anstecken. Ein "positives" Testergebnis erlaubt keine
Aussagen darüber, wann und auf welchem Übertragungsweg die Ansteckung
erfolgt ist, wie die Infektion verlaufen wird und wann die Krankheit Aids
ausbricht. |
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Regelmäßige HIV-AK-Tests nach Risikokontakten sind kein Schutz vor einer HIV-Infektion! Die Verantwortung für Ihren Schutz können nur Sie allein übernehmen! |
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| Durchführung des Tests | ||
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Ein HIV-AK-Test kann nur mit Ihrer Einwilligung erfolgen. Alle Gesundheitsämter
beraten und testen kostenlos und anonym. Weder der Berater noch das Labor
weiß den Namen des Untersuchten. Über eine Nummer oder ein Codewort, das
ihrer Blutprobe zugeordnet wird, erfahren Sie nach etwa einer Woche in
einem persönlichen Gespräch ihr Ergebnis. An einer Blutprobe wird zunächst ein "Suchtest" auf HIV-Antikörper durchgeführt. Da dieser Test äußerst empfindlich ist, weist er oft nicht nur HIV-Antikörper, sondern auch andere Abwehrstoffe nach. Reagiert der Suchtest nicht, so kann eine Ansteckung so gut wie sicher ausgeschlossen werden, sofern das letzte Infektionsrisiko mindestens drei Monate zurückliegt. Das Ergebnis des HIV-AK-Tests ist "negativ". Reagiert der Suchtest, so muss dieses "positive" Ergebnis durch einen aufwendigen "Bestätigungstest" kontrolliert werden. Erst wenn auch dieser Test HIV-Antikörper nachweist, also ebenfalls positiv ausfällt, muss von einer HIV-Infektion ausgegangen werden. Zur Sicherheit muss dieses Testergebnis immer durch die Untersuchung einer zweiten Blutprobe bestätigt werden. Da die Mitteilung eines positiven Testergebnisses ein tiefer Einschnitt in Ihre Lebensplanung ist, sollten Sie sich in einem persönlichen Gespräch mit einem erfahrenen Arzt oder Berater Unterstützung holen. Selbstverständlich unterstehen Ärzte, deren Personal sowie die Mitarbeiter der Beratungsstellen der Schweigepflicht. Ein positives Testergebnis wird dem Robert-Koch-Institut in Berlin vom untersuchenden Labor zu statistischen Zwecken anonym gemeldet. |
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